Dank ihrer ausgezeichneten Lage in der Kvarner Bucht, dem angenehmen Klima und der guten Verkehrsanbindung hat Rijeka schon immer Reisende angezogen. Bereits in der Mitte des 19. Jahrhunderts gab es in der Stadt kleinere Hotels: Ugarskom kralju (Deutsch: der König von Ungarn), Pošta (die Post) und Kazalište (das Theater), und danach wurde das erste Hotel Europa an der Küste erbaut - mit hundert Betten. Mit einer starken industriellen Entwicklung sowie einem neuen Hafen und der Eisenbahnlinie, die Rijeka im Jahr 1873 mit Wien und Budapest verbunden hat, folgte der Bau der großen Hotels: das neue Europa an der Küste am Hafen sowie das Hotel de la Ville in der Nähe des Bahnhofs.

Vor dem Ersten Weltkrieg war Rijeka etwa so groß wie Zagreb, aber sehr viel reicher. Die elektrische Straßenbahn von Rijeka nahm im Jahr 1899 ihren Betrieb auf, 11 Jahre früher als in Zagreb, und die Stadt bekam 1885, zehn Jahre vor Zagreb, ein beeindruckendes Theater von Fellner und Helmer. Es überrascht nicht, dass die Stadt 1914 bereits 20 Hotels hatte, von denen einige sehr groß waren. Opatija war damals der zweitgrößte touristische Ort von ganz Österreich-Ungarn mit nur 13 Hotels (aber auch 133 Villen!). Das Albergo Popolare befand sich in der Altstadt unterhalb der Kirche des heiligen Vitus, das Quarnero i Alla città di Milano waren völlig in Vergessenheit geraten, das Royal dominierte den Korzo, das Bonavia befand sich in einem bescheideneren Gebäude als heute und das Deak, das Bristol, das Hungaria und das Hotel de la Ville lagen eins neben dem anderen in der Nähe des Bahnhofs, im Zentrum befanden sich das Lloyd und das monumentale Europa.

Das größte war das Hotel emigranata (Deutsch: Auswanderer-Hotel) in Mlaci, in dem viele Auswanderer wohnten, während sie auf die Schiffe der Cunard Line mit direkter Linie nach New York warteten. Das Hotel liegt in der Industrijska ulica (Deutsch: Industrie-Strasse), direkt an der Küste, es war 160 Meter lang, mit 1500 Betten. In Rijeka gab es auch noch die Hotels Adria und Alla Marina Mercantile. Auf der östlichen Seite der Rječina auf dem Sušak befanden sich das Kontinental, damals im Rang der besten Hotels Europas, im Besitz von A. Žagar, das völlig in Vergessenheit geratene Sušak an der Küste der Rječina und das Klotilda in Pećine. Zu dieser Zeit wurde auch das Adria über dem kleinen Strand im Eilverfahren fertiggestellt. Das Hotel wurde am 28. Juni 1914 eröffnet, am selben Tag als der Erzherzog Franz Ferdinand in Sarajevo ermordet wurde, was den Beginn des Ersten Weltkriegs markierte.

Zwischen den beiden Weltkriegen wurde Sušak zum schönsten Urlaubsort an der Küste gewählt, wozu auch die Hotels Kontinental, Jadran, Park, Vila Dragica und Resch beitrugen. Im damals italienischen Stadtteil befanden sich die Business-Hotels: Bonavia, Imperial, Reale, Quarnero, Adria und Excelsior. Da sich die Zeiten stark verändert haben, hat auch die Stadt ihr Angebot angepasst. So gibt es heute, zusätzlich zu den vier Hotels Bonavie, Kontinental, Neboder und Jadran, eine ganze Reihe von Hostels: Kvarner, Happy, Korzo, Kosy, Češka beseda, Carnevale, Morčić, Kod Duje, das Schiff-Hotel Marina, Rijeka, Lavanda, Kantrida, Dharma , 1W, Fun und Das Hostel.