Das Gerinne „Mrtvi kanal“ erschien auf dem Stadtplan im Moment der Entscheidung über die Umleitung des Endteils des Flußgerinnes Rječina, des städtischen Hauptfließwassers. Der Fluss Rječina hatte die Gewohnheit bei starken Regen einen Teil der Stadt entlang seiner Mündung zu überschwemmen, daher entschlossen sich die Stadtväter im Jahr 1885 dazu, ein neues Gerinne auszuheben. Er wurde etwas östlicher umgeleitet. Sein bisheriges Gerinne wird zum städtischen Haupthafen. Hier schiffen Segelschiffe mit Öl, Wein, Gemüse und Obst ein und daher dienen die Ufer des Gerinnes „Mrtvi kanal“ auch als Marktplatz.

 

Eines der historisch bedeutendsten Gebäude entlang des Gerinnes „Mrtvi kanal“ ist das Haus von Simeon Adamić aus dem Jahr 1787. Er ist auch bekannt anhand des Gerüchts, dass sein Reichtum aus einem verborgenen Schatz stammt, welchen er gefunden und behalten hat. Adamić ließ die Büsten von 14 falschen Zeugen meißeln, welche dies bestätigt hatten, und stellte diese entlang des Ufers des „Mrtvi kanal“, zu deren Schande, auf. Im Haus Adamić wurde im Jahr 1906 der erste ständige Kinosaal in Kroatien eingerichtet. Im Gebäude arbeitete vom Jahr 1881 bis 1896 das Kroatische Gymnasium.