Durch den Verdienst unermüdlicher Enthusiasten - Liebhaber des Meeres und der Seefahrertradition - bietet Rijeka seinen Bürgern und Gästen eine interessante Darbietung im Retro-Stil - „Fiumare“ - das Kvarner-Festival des Meeres und der Seefahrertradition. Rijeka begibt sich während der Festtage „100 Jahre in die Vergangenheit“, als das Gebiet um den Toten Kanal ein Ort des täglichen undintensiven Handelsverkehrs war.

Quaternarius ist der lateinische Name für den Ort, an dem sich vier Gegensätze vereinen: die Berge vom Norden, die Inseln vom Süden, die Felsenküste vom Osten und die große Halbinsel vom Westen her, mit dem Zusammenstoß der Süd- und Nordwinde, der östlichen und westlichen Handels-, Traditions- und Zivilisationseinflüsse. Das ist der Kvarner und der Mittelpunkt des Kvarners ist Rijeka. Seit den alten Liburnen, die über das Meer das Gebiet von der Bucht von Raša bis zur Mündung der Krka verbanden und ihre Waren mit den Histriern und Dalmaten tauschten, über das römische Tarsa, als Ausgangspunkt des Grenzlimes, fuhr man aus der Mündung der Rječina hinaus und in das Delta hinein, genauso wie heutzutage. Die Blütezeit des maritimen Rijeka war Ende des neunzehnten und Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts. Auf der Welle des starken industriellen Aufschwungs werden die Hafenkapazitäten erweitert, Rijeka wird über die Eisenbahn und die Karolina- und Lujzijanastraße (Luisenstraße) mit dem Binnenland verbunden und so zum größten und bedeutendsten Hafen der kroatischen Adria. Dies ist auch der Zeitrahmen, der wieder auflebt, in den Tagen des Kvarner-Festivals des Meeres und der Seefahrertradition, „Fiumare“.

Die Seefahrer- und Handelstradition der Vergangenheit mit dem heutigen Alltag verbindend, wird „Fiumare“ zu einer Art Zeitmaschine, an den Originalschauplätzen des Delta - dem Toten Kanal und der Verdi-Straße - der Verbindung zum Marktplatz und Hafen. Die traditionellen Holzsegelboote - im Toten Kanal vor Anker liegend, die Händler und Handwerker in den Trachten aus allen Teilen des Kvarners, interaktive Werkstätten seemännischen- und Fischermannkönnens, Modellschiffbauerwerkstätten und Förderung alter Bräuche, Fotografien und Bilder…Traditionelle Lieder und Tänze, das gastronomische Angebot einheimischer Speisen und Weine, organisierte Besichtigungstouren der Theater und historischer Orte im Stadtzentrum, Regatten der traditionellen Holzsegelboote…dies ist das Potpourri der wiederbelebten Bilder des Toten Kanals durch die Jahrhunderte.

Veranstaltungszeit: Mai / Juni